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About Bundeskanzler Friedrich Merz

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In der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung gibt es mehr 40 Millionen aktive Beitragszahlende.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat von 2016 bis 2020 für BlackRock als Aufsichtsratsvorsitzender und als Berater (Chairman) gearbeitet.

Bedeutet die von Merz neu eingeführte kapitalmarktfinanzierte Rentenversicherung als ehemaliger BlackRock Mitarbeiter keine Interessenkonflikt, weil BlackRock hierdurch möglicherweise über 40 Millionen Neukunden mit einem Monatsumsatz von 40 Milliarden Euro gewinnt.

Überhaupt stellt sich die Frage, ob BlackRock mit seinem gigantischen Vermögen Friedrich Merz erst ins Bundeskanzleramt gebracht hat, damit Merz die gesetzlich kapitalmarktbasierte Rente zum Vorteil seines ehemaligen Arbeitgebers BlackRock einführt.

Mittlerweile weiß jeder in Deutschland, dass Merz für BlackRock gearbeitet hat. Dafür hat er selber gesorgt.

Dieser "Werbeeffekt" führt dazu, dass ein sehr großer Teil der neuen gesetzlichen kapitalmarktfinanzierte Rente zwangsläufig bei BlackRock landet.

Auch wenn nicht alles Geld bei BlackRock landet, dann dürften es immer noch mehrere zig Millionen Euro jeden einzelnen Monat sein.

Kapitalmarktfinanzierte Rente - Ein multilaterales Strukturproblem

Es handelt sich hierbei vor allem in einem multilateralem Strukturproblem, in der behinderten Wahlfreiheit der Bürger, die mangelnden Transparenz bei der Vergabe der Staatsfonds-Mandate, den Drehtür-Effekt (Revolving Doors), das Kontrollproblem und die Unerfahrenheit der Bürger mit Wertpapieren zu einem erheblichen finanziellen Nachteilen führen könnten.

1. Die behinderte Wahlfreiheit der Bürger

Die theoretische Freiheit, aus hunderten Vorsorgeprodukten zu wählen, verkehrt sich in der Praxis oft in ihr Gegenteil.

Überforderung durch Komplexität: Das Angebot auf dem Finanzmarkt ist für Laien undurchschaubar.

Die Illusion der Wahl: Wenn Verbraucher vor einer unüberschaubaren Fülle an Optionen stehen, wählen sie entweder gar nichts (und landen im staatlichen Standardfonds) oder sie greifen aus Verunsicherung zu den bekanntesten Großanbietern wie BlackRock. Die Wahlfreiheit begünstigt somit strukturell die Marktriesen.

2. Mangelnde Transparenz bei der Vergabe der Staatsfonds-Mandate

Selbst wenn das Geld im staatlich verwalteten Standardfonds verbleibt, verwaltet der Staat diese Milliarden nicht selbst im Keller.

Das Blackbox-Problem: Der Staat muss private Vermögensverwalter und Depotbanken über Ausschreibungen damit beauftragen, die Aktienpakete operativ zu kaufen und zu verwalten.

Hinterzimmer-Gefahr: Wenn diese Vergabe- und Auswahlprozesse der Mandate nicht absolut gläsern sind, bleibt der Verdacht der politischen Vetternwirtschaft bestehen. Die Öffentlichkeit erfährt oft erst im Nachhinein, welche Fondsgesellschaften die lukrativen Großaufträge erhalten haben.

3. Der Drehtür-Effekt (Revolving Doors)

Die Personalie des Bundeskanzlers ist das prominenteste, aber bei weitem nicht das einzige Beispiel für diesen Effekt.

Verstrickung auf Arbeitsebene: Spitzenbeamte aus dem Finanz- und Arbeitsministerium wechseln nach ihrer Karriere oft zu Fondsgesellschaften oder Lobbyverbänden – und umgekehrt.

Gleichschaltung des Denkens: Durch diesen permanenten Personalaustausch entsteht eine personelle und ideologische Nähe zwischen Regulierungsbehörden und der zu regulierenden Finanzbranche. Kritische Distanz geht verloren.

4. Das Kontrollproblem

Der Staat hinkt der Innovationskraft und der Schnelligkeit der Finanzmärkte historisch fast immer hinterher.

Asymmetrie des Wissens: Die Compliance-Abteilungen und Mathematiker internationaler Großkonzerne sind den staatlichen Aufsehern (wie der BaFin) personell und technologisch meist weit überlegen.

Zahnlose Tiger: Es besteht das dauerhafte Risiko, dass Kontrollgremien für den neuen Rentenfonds zwar auf dem Papier existieren, im Ernstfall von Krisen oder Marktmanipulationen aber zu spät oder gar nicht effektiv eingreifen können.

5. Unerfahrenheit der Bürger im Umgang mit Wertpapieren

Deutschland gilt im internationalen Vergleich traditionell als Land der Aktienspar-Muffel; das Sparbuch oder die Lebensversicherung waren jahrzehntelang die Säulen der privaten Vorsorge.

Fehlende Finanzbildung: Ein Großteil der Bevölkerung hat nie gelernt, Kursschwankungen, Rendite-Risiko-Profile oder die versteckten Kosten von Finanzprodukten (wie Verwaltungsgebühren) unabhängig zu bewerten.

Leichte Beute für den Vertrieb: Diese Unerfahrenheit macht Millionen von Bürgern anfällig für aggressives Marketing, irreführende Beratungsgespräche oder eben den oben beschriebenen "Prominenz-Effekt" etablierter Marken.

Fazit

Dieses multilateral vernetzte System führt dazu, dass die Risiken (Kursschwankungen, Inflation, Gebührenverluste) schlussendlich beim einzelnen Bürger hängen bleiben, während die Gewinne aus der Verwaltung dieses gigantischen Kapitals sicher und planbar in die Finanzindustrie fließen.